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i-mode Tagebücher steigern Konsumlust

Girlswalker.com ist derzeit die gefragtestes i-mode page bei hippen Girls in Japan. Girlswalker.com ist derzeit die gefragtestes i-mode page bei hippen Girls in Japan. Getextet wird von Trendsettern in Tokyo - und natürlich dient die Site auch der Modebranche als einmalige Werbeplattform Der Großteil der Inhalte, die derzeit über das mobile Telefonnetz von DoCoMo gesandt werden, sind persönlich. Und das, obwohl die japanische Mobilfunkfirma alles tat, diese wegen der stets ansteigenden Handy-Prostitution, soweit als möglich einzuschränken. Inhalte für das Mobiltelefon wurden deshalb soweit als möglich von DoCoMo selbst definiert. Doch Tokyos Daumen-Generation, wie die Teenager genannt werden, die hauptsächlich per Telefon-Messaging kommunizieren, haben mittlerweile die i-mode Homepages fest im Griff - und zeigen damit, dass sie die mobilen Inhalte nicht nur konsumieren sondern selbst an der wireless Kultur mitbauen wollen.

Nicht selten sieht man nach Schulschluß einen ganze Metro-Wagen voll Teenager ihre Emails am Telefon oder andere Inhalte lesen. Tagtäglich werden Millionen von Botschaften per i-mode verschickt - und viele von ihnen verweisen gleich auch auf eine Website des Schreibers. Diese i-mode-Seiten gleichen einem offenen Brief an alle Freunde (und alle, die es lesen wollen), ein halböffentliches Tagebuch - was, in geschriebener Form, der japanischen Gesellschaft übrigens eine lange Tradition hat. Häufig kreisten Tagebücher innerhalb von Gruppen, Kollegen, Bekannten oder im Freundeskreis.

Im Gegensatz zu den westlichen Weblogs sind die i-mode-Tagebücher weniger politisch oder informativ sonder meist sehr persönlich und reflektierend - allerdings geht es schon um einiges mehr, als nur um das, was an diesem Tag in der Schule passiert ist. Die dazu notwendige, leicht zu bedienende Software wird von Firmen wie Mahouno i-Land (Magic Island) angeboten, das 2,1 Millionen mobile Websites hostet, die allein im vergangenen Monat 840 Millionen mal angesurft wurden.

Zwar dar mit dem mobilen Webhosting allein kein Geld gemacht werden - da DoCoMo dies wegen der möglichen Prostitution untersagt - aber schnell wurden andere Wege zum Profit gefunden. So vermarktete Magic Island über die persönlichen Seiten etwa Klingeltöne - und hat nun bereits einen zahlenden Kundenstamm von über einer Million.

Der derzeit hippeste Service, der von den persönlichen i-mode Homepages profitiert ist Girls Walker. Girls Walker ist der Hot Spot für junge Mädchen in Japan, vor allem diejenigen, die nicht direkt Zugang zu Tokyos Szenetreffs haben. So zählen zu den Trendsetterinnen dann auch die hippsten Girls von Tokyo. Mittlerweile werden mehr als 42.000 verschiedenen mobile Logs oder i-mode Tagebücher verfasst, die täglich von über 20 Millionen Abonenntinnen gelesen werden. Jede einzelne mobile Mail beinhaltet natürlich einen Link zurück zur Originalseite, wo die konsumfreudigen Mädchen lesen können, wo sie die entsprechenden Outfits und Accesoires kaufen können.

Links:
www.girlswalker.com
Quelle: www.cscout.com